VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring

45. ADAC-ACAS-H&R-Cup

12. April 2003

Einstellfahrt zum 3. VLN-Lauf

Beim Kauf eines neuen Automobils oder Motorrades ist es ja üblich, die ersten tausend Kilometer in etwas behutsamerer Weise unter die Räder zu bringen - auf gut Deutsch: "Ätzende tausend Kilometer"

Aber: Da kommt der dritte VLN-Lauf auf dem Nürburgring doch wie gerufen - das sind dann auch schon wieder ca. 400 km. Also, nix wie wieder mal den Wecker gestellt und um fünf raus aus den Federn:

Knatze, stolzer Besitzer eines neuen Audi, Kappa und Gunna machen sich auf den Weg.

Daß wir in der Eifel mit dem Radioempfang oder mit Funklöchern ab und zu mal Probleme haben ist bekannt, aber daß die nette Frau von Knatzes tollem neuen Navigationssystem keine Ahnung hat, wie man zum Ring kommt, belustigt uns schon.

Nichts für ungut - pünktlich am Ring angekommen, wird zum Frühstück ab 8:30 Uhr das Training geboten. Eines war natürlich auch wieder mal klar: "Das berüchtigte Eifelwetter drohte aufzuziehen - Sonne pur !". So war klar, daß die Wanderschuhe heute ihren Zweck erfüllen sollten.

  

NNicht nur wir waren zu dieser frühen Stunde am Breidscheid, Wehrseifen und Kallenhard - nein auch Vater mit Sohn hatten das Frühstückbuffet bereits aufgebaut. Es stellte sich heraus, daß die beiden zwar nichts mit www.wehrseifen.de zu tun hatten - die kommen immer erst gegen zwölf -, man aber durchaus www.pro-steilstrecke.de kannte.

Nicht nur im Wehrseifen - Alesi 27 und Goscha fehlten übrigens - waren die Leistungsunterschiede hinsichtlich Beschleunigung zwischen den DTM-Fahrzeugen und "dem Rest" deutlich zu erkennen, wobei dieser Rest sich augenscheinlich näher am Limit bewegte.

           

Vom Team Böckmann wissen wir, daß man sich eine Vielzahl von Trainigsrunden spart - der Fiesta wurde nur einmal gesichtet -; vermißt haben wir allerdings die Jungs aus Borken-Gemen. Um der Sache nachzugehen ging's pünktlich gegen 10:00 Uhr Richtung Start-/Ziel bzw. Fahrerlager.

  

Empfindet man die Anzahl der Fans an vielen Streckenabschnitte als sehr angenehm, findet in den Boxen ein riesen Auflauf von Motorsportfans statt: Und das ist ja mehr als verständlich - hier ist man ja wirklich mitten drin, statt nur dabei !

  

Unser erster Boxenstopp sollte die Box 23 sein: Hier ist eigentlich das zu Hause vom Team Racing-Borken. Nicht nur die Kaffeemaschine - auch alles andere sieht ziemlich verlassen aus. Kein gutes Zeichen denken wir uns. Mal schauen, was in den anderen Boxen so los ist.

Rege Betriebsamkeit in fast allen Boxen: 

                 

Für den Getrag-BMW sieht's übel aus. Es wird versucht, den kompletten Motor zu tauschen, was leider, wie sich später herausstellt, wohl nicht gelang.

  

In der völlig überfüllten ABT-Box - so muß man diese wohl nennen - kommen die anderen Teams kaum dazu, ihre Fahrzeuge zu präparieren. Schließlich läßt man sinnvoller Weise die Rolladen herunter.

  

Bei Scheid-Motorsport liegt der Chef unterm Auto und schraubt, während Mario Merten vom Streckensprecher interviewt wird.

     

Bei den Porsche verhält es sich hingegen eher ruhig - das Rennergebnis spricht hier auch für sich. 

  

   Überrascht waren wir vom Kofferraum des V8-Star.   

        

In der Box unseres Teams angekommen, bemerkten wir, daß auch am Fiesta etwas nicht stimmen kann. Sven und Martin berichten uns von Problemen an der Hinterachse beim Einlenken in Linkskurven. Sven's Vater wies uns auf die vielen Einflußfaktoren hin: "Du wirst nie richtig fertig !". Noch kurz alles Gute gewünscht wollten wir uns dann noch um die Konkurrenz bemühen.

Der Puma war mittlerweile in der Box eingetroffen: Die Arbeiten am Fahrzeug ließen kein Gespräch zu - leider reichte es trotzdem nicht, zum Rennen fertig zu werden. Wer rechnet schon damit, daß eine Schwungscheibe kaputt geht.

Für uns wurde es Zeit wieder zur Strecke zu kommen ! Der Hatzenbach sollte unser nächster "Anlaufpunkt" sein. Sehr schön die drei Startgruppen hier in dem Kurvengeschlängel zu beobachten.

     

     

Der DTM-Astra vor den Verfolgern im Manthey-Porsche und dem ABT-Audi. Für Artur Deutgen läuft's zunächst scheinbar auch sehr gut.

  

Martin Uhler vom Team Böckmann, das aufgrund der einen relativ langsamen Runde aus dem Training von ziemlich weit hinten in der zweiten Gruppe gestartet sind, fährt eigentlich ganz gut mit.

Einfach herrlich am Hatzenbach: Oma, Opa, Eltern mit Kindern - so stellt man sich ein Familienwochenende vor.

  

Wir haben zwischenzeitlich unsere Wanderstiefel nachgeschnürt und sind am Flugplatz vorbei

  

Richtung Arembergkurve, über die Poststraßebrücke bis zum Schwedenkreuz unterwegs.

  

Eigentlich finden wir Fans, die mit ihrem Auto bis "direkt" an die Strecke fahren, nicht so toll, aber in diesem Fall machen wir na klar eine Ausnahme.

Da wir auch heute leider vorzeitig die Heimreise antreten müssen, sehen wir uns noch ein paar Runden am Breidscheid an. Wirklich sehr nett zu beobachten, welche Fahrer mit ihrem Boliden richtig ans Limit gehen - ja manche auch darüber hinaus.

  

Apropros Limit: An dieses ging Knatze bei der Rückfahrt nämlich auch. Nicht viel hätte gefehlt und der neue Audi wäre an der Hohen Acht zum ein Klumpen Schrott verwandelt worden.

Na ja, in diesem Sinne sind wir dann ganz "friedlich" nach Hause gefahren und wohlbehalten dort angekommen. Gunna mußte ja noch zusammen mit Klöppi nach Borghorst zum Filmabend der Paddocks aus Steinfurt. Übrigens: Eifelburki war auch vor Ort.

              

Näheres und weitere Bilder unter www.paddock-club.de .

 

Ergebnisse im Überblick:

Pos. Gesamt Fahrer Zeit Pos. Klasse
1 Price Jonathan
Stippler Frank
Porsche 996 GT3 RS
4:02:53.495 1
2 Luhr Lucas
Bernhard Timo
Kern Wilhelm D.
Porsche GT-MR
4:05:37.926 1
3 Alzen Jürgen
Klasen Arno
Porsche 996 GT3 R
4:09:05.375 2
4 Mamerow Peter
Niedzwiedz Klaus
Porsche 996 GT3 RS
4:03:47.509 1R 3
5 Kern Wilhelm D.
Wurst Martin
Renger Reinhold
Porsche GT 3 MR
4:04:02.600 1R 4
6 Dören Edgar
Lück Carl Christian
Porsche 996 GT3
4:05:42.726 1R 5
7 Rader Klaus
Thyssen Joachim
Porsche 996 GT3 RS
4:06:26.494 1R 6
8 Scheid Johannes
Kainz Oliver
Merten Mario
BMW M3 E46 GTRS
4:07:01.147 1R 1
9 Jacobs Michael
Lambrecht Bert
Hulverscheid Paul
Porsche 911 GT3 Cup
4:08:09.418 1R 1
10 Bauer Peter
Gerspacher Jürgen
Audi TT-RS
4:11:46.231 1R 1
... ... ... ...
57 Schjaerin Haakon
Sandberg Roger
Drössiger Dino
Honda
4:03:34.712 4R 1
77 Böckmann Sven
Ford Fiesta BR
4:09:01.098 4R 2

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