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Rennbericht -> PS Nürburgring - Eifelrennen 1927 |
Großer Preis von Europa für Motorräder
1. + 2. Juli 1927
Nord- und Südschleife
Die Motorräder der 500er-Klasse fuhren am Sonntag 18 Runden, die kleineren Klassen (175 ccm/250 ccm / 350 ccm) am Samstag 14, 15 bzw. 16 Runden. Sie wurden im Fünf-Minuten-Abstand gestartet.
Das offizielle Training fand am Mittwoch und
Donnerstag von 6 bis 9 Uhr und von 17 bis 20 Uhr statt.
Zwischenzeitlich war der Ring für Touristenfahrten geöffnet. Am
Freitag wurde die Strecke nochmals zwischen 6 und 9 Uhr für das
Training freigegeben.
Um die Fahrer in den Motorradklassen 175 bis 350 ccm auseinander
zuhalten, mussten die Fahrer verschiedenfarbige Westen überziehen.
2. Großer Preis von Deutschland (für Sportwagen)
17. Juli 1927
Nord- und Südschleife
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7. + 8. Januar 1928
Eine Bob- und Rodelstrecke wurde vom „Scharfen Kopf“ herunter zur Südschleife angelegt
Gebrauchs- und Wirtschaftlichkeitsfahrt des ADAC
1. - 7. Mai 1928
Es wurden während dieser Veranstaltung auch 25 Runden auf der Nord- und Südschleife gefahren, um den Verbrauch zu ermitteln.
Westdeutsche Gebirgsprüfungsfahrt
Mai 1928
Die Gebirgsprüfungsfahrt führt über 357 km durch die Eifel. Den Abschluss bildet die Sonderprüfung über eine Südschleifen-Runde. Dabei wird von Wentzel-Mosau ein neuer Rundenrekord in 5:00,1 Minuten ( Schnitt 92,9 km/h ) gefahren.
Großer Preis von Europa für Motorräder
8. Juli 1928
Nord- und Südschleife
Eifelrennen
28. Mai 1928
Je drei Läufe à 10 Runden für die Motorräder (Solomaschinen und Motorräder mit Beiwagen starten zusammen) und Sportwagen. Die Läufe wurden abwechselnd für Motorräder und dann wieder für die Sportwagen gestartet. Es gab für den jeweiligen Sieger und die Platzierten Punkte und die Zahl der Punkte (nicht die Zeit) ergab den Klassensieger. In einem Finallauf starteten alle Klassensieger der Motorräder und Wagen gemeinsam. In diesem 5-Runden-Rennen wurde das schnellste Fahrzeug des Eifelrennens ermittelt. Dabei siegte eine Harley-Davidson vor einer BMW und einem Bugatti.
Reglement und Infos:
Der Beginn jedes Rennens wurde 15 Minuten vorher durch ein Trompetensignal im Fahrerlager bekannt gegeben.
Der Veranstalter war berechtigt jedes Rennen vorzeitig zu beenden, wenn die Durchschnittsgeschwindigkeit der kleinsten Klasse weniger als 45 km/h betrug.
In der 250er-Klasse siegte Hans Winkler (DKW), weil der führende Fahrer Henkelmann (DKW) von einem Funktionär unbefugterweise als nicht ordnungsgemäß gestartet aus dem Rennen genommen wurde. Henkelmann hatte sich nach dem Trompetensignal nicht sofort gemeldet.
500ccm-Klasse: Den ersten Lauf hatte Hans Soenius (BMW) mit einer halben Sekunde Vorsprung auf den Schweizer Martinelli (Imperia) gewonnen, der zweiten Lauf gewann Martinelli mit 15 Sekunden Vorsprung. Im dritten Lauf stürzte Hans Soenius, fuhr jedoch mit einer Armverletzung weiter und wurde Sieger in der 500er-Klasse, da Martinelli im 3. Lauf mit einem Maschinenschaden aufgeben musste.
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26. Mai 1929
Großer Preis der Nationen
14. Juli 1929
Nord- und Südschleife
Der Veranstalter AvD benannte den „Großen Preis von Deutschland“ um, da das Rennen erneut für Sportwagen ausgeschrieben war. Die Namensgebung „Großen Preis von Deutschland“ war den Rennwagenveranstaltungen vorbehalten.
Der Sieger erhielt 30.000,- Reichsmark, der Zweitplatzierte 20.000,- Reichsmark. 26 Wagen starten zum Rennen. Die Startaufstellung wurde noch nicht nach Trainingszeiten vorgenommen. In den vorderen Reihen standen die Sportwagen mit über 3.000 ccm, dahinter die Sportwagen bis 3.000 ccm und anschließend die Wagen mit maximal 1.500 ccm.
Alle Fahrzeuge hatten gerade Startnummern, um die „13“ zu vermeiden. Die Startnummern wurden nach Eingang der Nennung verteilt und innerhalb der Klassen stellte man die Fahrzeuge nach den Startnummern auf. Zufälligerweise stand auf dem besten Startplatz der trainingsschnellste – Rudolf Caracciola (Mercedes).
Gegenüber 1928 war das Reglement geändert worden. Die Sportwagen mussten jetzt nicht mehr viersitzig sein, jedoch weiterhin mit Fahrer und Beifahrer besetzt sein.
Der Monegasse Louis Chiron gewann dieses Rennen auf einem Bugatti.
Großer Preis von Europa für Motorräder
28. Juli 1929
Nord- und Südschleife
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7. - 12. April 1930
Nord- und Südschleife und teilweise die Streckenvariante über die Steilstrecke
Die 144-Stundenfahrt auf der Nord- und Südschleife durchgeführt. 16 Hersteller (Ardie, BSA, DKW, Deutsche Industrie-Werke, FN, Hecker, Horex, Imperia, NSU, Peugeot, Standard, Tornax, Triumph, Victoria, Zündapp) nahmen mit 43 Motorrädern und 129 Fahrer an der ununterbrochenen Tag- und Nachtfahrt über 6 Tage teil. Die Fahrer für die Motorräder wurden von den jeweiligen Herstellern zur Verfügung gestellt. Die Veranstaltung diente der Überprüfung der Reisegeschwindigkeit, der Bergsteigefähigkeit und der Zuverlässigkeit der Motorräder. Der Startschuss fiel um 15:00 Uhr.
Eine Besonderheit war, dass alle Motorräder mit mehr als 300ccm jeden Tag zwischen 12.00 und 14:00 Uhr die Streckenvariante über die Steilstrecke fahren mussten -> soviel zur Überprüfung der Bergsteigefähigkeit.
Der Hersteller DKW brachte die Modelle Luxus 200, Luxus 300 und Luxus 500 zu diesem Dauertest an den Start. Zu den DKW-Fahrern gehörten u.a. Toni Bauhofer, Hans Winkler und Herbert Kirchberg.
Die Motorräder fuhren mit einem Benzin-Benzol-Gemisch. Während der Veranstaltung wurde das Gemisch mit zuviel Öl gefettet. Dies verursachte einen starken Ölkohleansatz in den Motoren. Folge: Die Kühlung arbeitete nicht mehr einwandfrei und verursachte Kolbenklemmer. Zwei der 200ccm-Maschinen schieden aus. Als man die Ursache erkannt hatte, wechselte Hans Winkler in rekordverdächtigen 19 Minuten die Kolben an seiner Maschine. Er wurde dafür mit Strafpunkten belegt, konnte aber die Veranstaltung erfolgreich beenden.
Der Fehler bei den 300ccm-Maschinen wurde einfach mit einer neuen Benzin-Benzol-Mischung behoben. Dadurch erreichten alle drei Maschinen am 12. April strafpunktfrei das Ziel. Lohn der Arbeit war die „Große Goldmedaille“ vom ADAC.
Fazit: Der Nürburgring trug schon damals zu Recht den Titel „Deutsche Gebirgs-, Renn- und Prüfstrecke“. Was würde heute ein Marketing-Stratege aus der Automobil- oder Motorradindustrie für die „Große Goldmedaille“ geben?
Großer Preis von Europa für Motorräder
29. Juni 1930
Nord- und Südschleife
Eifelrennen
20. Juli 1930
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Eifelrennen
7. Juni 1931
Erstmals werden die Motorräder und Rennwagen ohne Klasseneinteilung ins Rennen geschickt.
Großer Preis von Europa für Motorräder
5. Juli 1931
Nord- und Südschleife
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13. November 1933
Auto Union testete für einen Tag ihren Auto Unio Typ P auf der Südschleife. Testfahrer war der Teammanager Willy Walb.
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AUSDGPSS
(Auto Union sucht den Grand Prix Superstar)
Teil 1
Auto Union
Fahrertraining auf dem Nürburgring
24.
+ 25. Oktober 1934
Zur Sichtung des
Rennfahrernachwuchses lud Auto Union folgende Fahrer für einen
Fahrerlehrgang auf der Nord- und Südschleife ein:
Paul Pietsch
Er
konnte schon auf Erfolge als Rennfahrer mit Bugatti und Alfa-Romeo
verweisen. Gewann 33/34 mehrere Bergrennen auch international.
Hans
Karmann
Deutscher
Motorrad Meister 1932 (250er Hercules), Deutscher Bergmeister Seitenwagen
1934
Otto
Ley
Deutscher
Motorradfahrer, 1932 2. DM 350er Triumph, DKW Werksfahrer
Bernd
Rosemeyer
DKW
Werksfahrer. Er war bei Motorradrennen bereits 1932 und 1933 auf BMW und
NSU erfolgreich. Er erschien dem festlichen Anlass entsprechend im
Konfirmationsanzug mit Krawatte und Hut!!!
Hans
Simons
Er
gewann schon 1927 beim Eröffnungsrennen auf dem Nürburgring die 2 Liter
Sportwagenklassen mit einem OM. Später bildete er mit Pietsch und Hans
Lewy das PiLeSi Bugatti Team.
Rudolf
Steinweg
Er war erfolgreich in Bergrennen seit Anfang der 30iger Jahre mit Amilcar und NSU bei Bergrennen erfolgreich. Ab 1933 dann mit Bugatti.
Weitere
Fahrer: Hahn, Kirchberg, Krämer, Michel-Tüssing und Trägner ( über
diese Fahrer sind keine weiteren Informationen bekannt ).
Am
24. Oktober wurde die Südschleife und am 25. Oktober die Nordschleife
befahren. Fünf Fahrer kristallisierten als besonders aussichtsreich
heraus. Hier die Rundenzeiten im Vergleich:
|
Fahrer |
Nordschleife |
Südschleife |
|
Pietsch |
11:14,6 |
3:05,4 |
|
Rosemeyer |
12:00,0 |
3:07,0 |
|
Simons |
11:46,0 |
3:09,4 |
|
Steinweg |
12:57,0 |
3:18,6 |
|
Soenius |
12:00,8 |
3:25,0 |
Im
Bericht des Rennleiters Willy Walb hieß es unter anderem:
Rosemeyer rangiert an 2. Stelle der Verbesserung der Fahrzeiten, konnte aber die Bestzeit von Simons nicht mehr einholen. Persönlich hatte ich den Eindruck, dass Simons mit sehr großem Willen fuhr, um unbedingt in unser Fahrerteam aufgenommen zu werden. Pietsch fuhr bedeutend leichter und Rosemeyer direkt überlegen frech. Da wir größtes Interesse an Pietsch haben und außerdem einen jüngeren Nachwuchsfahrer, der Werksangehöriger ist in unsere Rennmannschaft haben wollen, haben wir die Einteilung Pietsch und Rosemeyer empfohlen.
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