Fuchsröhre
Zitat Jackie Stewart:
„Man
fährt die Fuchsröhre im vierten Gang runter und man sagt sich, du müsstest
hier mit Vollgas fahren. Also sticht man in der nächsten Runde im sechsten Gang
mit rund 260 km/h runter, von einer Straßenseite zu anderen fliegend, die Bäume
und Hecken rasen so schnell vorbei, dass man nur noch ein einziges Grün sieht,
und man denkt, mein Gott, ich bin viel zu schnell; es bleibt keine Zeit mehr, um
noch irgend etwas zu tun. Der Wagen springt wild herum, und jedes mal, wenn er
den Boden verlässt, muß man die Lenkung korrigieren, um seine Nase in der
Richtung zu behalten. Und dann unten, in der Senke des Hügels, wird man in den
Sitz gepresst und man ist sich im klaren, den Wagen nicht mehr in der Gewalt zu
haben. Er scheint Hügel aufwärts seine eigene Spur laufen zu wollen, und man
fragt sich, was für eine Linie das sein wird. Man kann nicht einmal mehr den Fuß
vom Gaspedal nehmen und bremsen - wahrscheinlich bringt man nur ein bißchen
davon fertig. Der Wagen fliegt dann bergauf wie auf Schienen, man kann ihn nicht
lenken, man fragt sich, wohin er geht und versucht die ganze Zeit über, zwei Gänge
herunterzuschalten, ihn genügend abzubremsen, um die erste Linkskurve und dann
die Rechtskurve zu bekommen, wieder links und wieder rechts - ich sage Ihnen, es
ist verdammt aufregend.“
Zitat
Jochen Mass:
„In der Fuchsröhre ist man wie gelähmt, völlig unfähig den Wagen in
irgendeiner Art zu handhaben.“

© Richard Kunze
Zitat
Marc Surer:
"Die
Fuchsröhre wird von vielen Nürburgring-Spezialisten voll gefahren. Aber bei
einigen der schnellsten Renn- oder Sportwagen verwindeten die Chassis in der
Senke so stark, dass für einen Moment die Lenkung blockierte. Man musste also
schon vorher den Lenkeinschlag genau treffen, denn dort war man nur noch
Passagier."
