Buch zur Nürburgring-Südschleife

 


Auf in den Ring!
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Pro Steilstrecke

Die Atmosphäre rund um die Nürburg in der sonst so stillen und romantischen Eifel ist an Rennwochenenden wie verwandelt. Menschen, die im Alltagsleben nüchtern denken und sich zu spontanen Handlungen kaum hinreißen lassen, verlieren an solchen Tagen ihre Zurückhaltungen. Sie befinden sich plötzlich inmitten eines brodelnden Hexenkessels, in dem das sorgsam gezügelte Temperament durchgeht.

Am Besten kann man heute die Atmosphäre um den Nürburgring und dem Motorsport beim 24-Stunden-Rennen erleben. Beim Rennen herrscht dann eine besondere Eifelatmosphäre, die man selbst erlebt haben muss. Campen, Lagerfeuer und Gänsehautmotorsport direkt an der Rennstrecke. Dies ist in der heutigen Zeit wirklich einmalig.


Ein altes Streckenposten-Telefonhäuschen an der Steilstrecke.
Die Telefonhäuschen befindet sich auf der rechten Seite der Fahrtrichtung bergauf.

Der Eifelkurs hat in seiner über 70jährigen Geschichte sein Gesicht bewahrt und lässt immer noch unvergessliche Ereignisse des Motorsports aufleben. Dies liegt insbesondere an der genialen Streckenführung des Rings. Der Streckenabschnitt Steilstrecke hat alle Jahre unbeschadet überstanden und hat auch heute noch den Originalstreckenbelag.

Warum wurde eigentlich die Steilstrecke gebaut? In der Nürburgring-Literatur wird irgendwo einmal erwähnt, dass die Steilstrecke nur deshalb gebaut wurde, weil sich das Gelände am Fuße des Klostertals mit 27 % natürlicher Steigung erhebt. Diese Aussage wird mit der ersten Ausgabe des Magazins „Der Nürburgring“ 1. Jahrgang April 1926 bestätigt. Das Titelblatt dieses historischen Dokuments ziert die Skizze des Nürburgrings mit der Nord- und Südschleife und der Start- und Zielschleife. Aber die Steilstrecke fehlt!!! Es ist davon auszugehen, dass die Steilstrecke in der ursprünglichen Bauplanung des Nürburgrings nicht enthalten war. Somit hat die Steilstrecke ihren Ursprung in der spontanen Umsetzung während der Bauphase.

Die erste Ausgabe des Magazins DER NÜRBURGRING noch ohne Steilstrecke   Die Inhaltsangabe der Erstausgabe  

:
Wir danken Günter Berg, der uns die Kopien der Ausgabe zur Verfügung gestellt hat.
Hierbei handelt sich um einen sogenannten Dachbodenfund. Tolles Dokument!

 

Die Bauarbeiten an der 450 m langen Steilstrecke wurden von der Bauunternehmung C. Baresel AG durchgeführt. Auf einer 20 cm starken Betondecke wurden gerillte Soliditbetonplatten (35 x 35 cm) eingemörtelt. Das Soliditverfahren macht infolge des stark silikathaltigen Zementes den Beton unabhängig von Kälte und Wärme, schränkt somit Ausdehnung und Zusammenziehung auf ein Minimum ein.

Anmerkung: Ein wirklich geniales Verfahren. Wo wären wir „Pro-Steilstreckler“ heute, wenn die Steilstrecke nicht so robust gebaut worden wäre?

Insbesondere hier zeigt sich, was die Herrenfahrer in den frühen Jahren des Motorsport erwartete = die Grüne Hölle. Auslaufzonen sind unbekannt und der Streckenbelag ist eine Folter für das Gummi.

Die Steilstrecke mit bis zu 27 % Steigung war ursprünglich für Testfahrten der Industrie vorgesehen.

Unter Einbeziehung der Steilstrecke gab es vier weitere Streckenlängen beim Befahren des Nürburgrings:

Streckenvariante des Nürburgrings mit der Steilstrecke Streckenlänge
Nord- und Südschleife mit der Steilstrecke (ohne Karussell)
von 1927 - April 1967
27,325 km
Nord- und Südschleife mit der Steilstrecke (ohne Karussell)
von Mai 1967 - 1982 (Bau der Hohenrain-Schikane)
27,350 km
Nordschleife mit der Steilstrecke (ohne Karussell)
von 1927 - April 1967
21,870 km
Nordschleife mit der Steilstrecke (ohne Karussell)
von Mai 1967 - 1982 (Bau der Hohenrain-Schikane)
21,895 km


Die Neigungsgrade auf der Steilstrecke.


Bei den Bauarbeiten von 1925 bis 1927 wurde nur der rechte Fahrbandrand mit den Betonplatten ausgebaut.
Die heute bestehende linke Fahrbahnhälfte wurde nur mit Basaltschotter aus dem Steinbruch „Lützel Acht“ befestigt.
Erst im August 1929 wurde auch die linke Fahrbahnhälfte mit den Betonplatten ausgebaut.


Die Steilstrecke im Sommer 1927 nach Abschluss der Bauarbeiten. Nur die rechte Fahrbahnhälfte ist "ready for race".

 
 Die Steilstrecke im Jahre 1928. Die Steilstrecke ist noch nicht ganz ausgebaut. Nur der rechte Fahrbandrand ist mit den Betonplatten befestigt.
Mit einem Dixi wird die Steilstrecke mühsam bewältigt. Beachtenswert der Schriftzug auf dem Reserverad: „Verkehrsamt Nürburgring“.

 
Die Steilstrecke im Urzustand mit der nur rechten ausgebauten Fahrbahn.
Am rechten, unteren Bildrand ist zu erkennen, dass sich die Fahrbahn hinter den Bäumen verengt.

 Veranstaltungen auf der Steilstrecke

Trittbrettfahrer auf die Steilstrecke

1927

Im Jahr 1927 stellte der Automobil-Hersteller Wanderer die Leistungsfähigkeit seiner Wagen mit einer Bergprüfung auf dem gerade fertig gestellten Nürburgring unter Beweis. Als Prüfstrecke wurde die Steilstrecke gewählt. Auf einem Wagen vom Hersteller Wanderer saßen, standen und lagen 19 Personen, der dann die Steilstrecke empor kletterte. Das Experiment glückte. Unbeschadet kam der Wagen an der Einfahrt zum Streckenabschnitt "Hohe Acht" an.

Der Fahrer des Wagens (stehend mit Uniform) war ein Herr Hummel.
 Rechts vorne: Johannes Schirmer
Links auf dem Kotflügel liegend: Willi Uhrmacher


Für das Bild und die Informationen bedanken wir uns bei Manfred Korden.

 

Nürburgring-Bobrennen

7. - 8. Januar 1928

Vom ‚Ski- und Bobriege des Rheinischen Kanuclubs’ und dem ‚Ski-Club Adenau’ wird ein ‚Nürburgring-Bobrennen’ veranstaltet. Es werden drei Bob- und  Rodelstrecken angelegt. Die dritte Rodelstrecke führte von der Hedwigshöhe die Steilstrecke herunter und war 4 Kilometer lang. Die hohe Anfangsgeschwindigkeit auf der Steilstrecke wurde durch das anschließende Gelände, das eine Neigung von nicht mehr als 15 % aufweist, gemindert. Die Steilstrecke wurde nur als Rodelstrecke gewendet, da das Risiko für Bobrennen zu hoch war.

 

Gebrauchs- und Wirtschaftlichkeitsprüfung

April und Mai 1928

Zum ersten Mal wird die Steilstrecke im Rahmen einer Gebrauchs- und Wirtschaftlichkeitsprüfung benutzt. Zwölf Fahrzeughersteller nahmen daran teil. Die Fahrzeuge der Hersteller Hanomag und Brennador schafften die Steilstrecke nur im Rückwärtsgang.

 

ADAC-Langstreckenfahrt für kompressorlose Tourenwagen über 8 Stunden

29. September 1929

Der schwierigste Kurs des Nürburgrings: die Steilstrecke!

Nord- und Südschleife mit der Streckenvariante Steilstrecke
Streckenlänge:
27,325 km

Am 29. September 1929 wurde die zweite motorsportliche Veranstaltung unter Einbeziehung der Steilstrecke auf dem Nürburgring ausgetragen. Die "forcierte Langstreckenfahrt über 8 Stunden für Tourenwagen" sollte ursprünglich am 25. August 1929 durchgeführt werden. Im Vorfeld warb der ADAC und die Nürburgring GmbH damit, dass die Langstreckenfahrt über den schwierigsten Kurs des Nürburg-Rings, über die 27prozentige Steilstrecke, führte.

Bei der ADAC-Langstreckenfahrt für kompressorlose Tourenwagen stellten serienmäßige Wagen ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis. Es sollte die Zuverlässigkeit und Gebrauchsfähigkeit der Wagen geprüft werden. Es gab vier Wertungsgruppen:

Wertungs-
gruppe
Hubraum Soll Durchschnittsgeschwindigkeit
in km/h
Fahrzeit in Minuten
pro Runde
Zahl der Runden und Kilometer
    geschlossene
Wagen
offene
Wagen
geschlossene
Wagen
offene
Wagen
geschlossene
Wagen
offene
Wagen
IV 3150 - 5250 62 64 27 26 18 = 491,850 km 19 = 519,175 km
III 2100 - 3150 58 60 28 27 17 = 464,525 km 18 = 491,850 km
II 1155 - 2100 52 54 32 30 16 = 437,200 km 16 = 437,200 km
I bis 1155 48 50 34 33 14 = 382,550 km 15 = 409,875 km

 

Welche Bedeutung die Langstreckenfahrt bei der Automobilindustrie hatte machten die Nennungen deutlich:

Fabrikat Anzahl Wagen Fabrikat Anzahl Wagen Fabrikat Anzahl Wagen
Adler

3

Dixi 1 Metallurgique 1
Austro-Daimler 1 DKW 4 Nash 2
BMW 3 Essex 1 NSU 3
Brennabor 1 Ford 6 Opel 1
Buick 1 Fiat 1 Röhr 4
Bugatti 1 Graham-Paige 1 Simson-Supra 3
Cadillac 1 Hanomag 3 Steyr 3
Chevrolet 1 Imperia 4 Stoewer 7
Chrysler 2 Lancia 2 Tatra 4
Citroen 1 Mannesmann 1 Wanderer 2
Chenard-Walker 1 Mercedes-Benz 4    

Im offiziellen Programm wurden den Zuschauern Hinweise zum Besuch der Steilstrecke gegeben. "Wie komme ich zur Steilstrecke?" Die Zuschauern hatten am Sonntag die Möglichkeit bis 9 Uhr vormittags mit ihrem eigenen Wagen über die Rennstrecke bis zum Karussell zu fahren. Das Karussell diente als Parkplatz. Es wurde mit ausreichender Verpflegung geworben. Wer seinen Wagen am Karussell abgestellt hatte, konnte während der Veranstaltung den Wagen nicht weiter nutzen. Der Feldweg nach Herschbroich war gesperrt, da er als zu gefährlich eingestuft wurde. Als weitere Tipps zum Besuch der Steilstrecke wurden zwei Fußwegvarianten genannt:
1. Parkplatz am Bergwerk und Fußmarsch links an der Strecke entlang bis zur Unterführung am Kesselchen und dann weiter rechts an der Rennstrecken entlang bis zur Klostertalkurve. Der Fußweg wurde extra für die Veranstaltung neu markiert.
2. Parkplatz Gasthaus "Hohe Acht" und von dort per Pedes zur Hedwigshöhe. Es wurde darauf hingewiesen, dass der Weg nur schwer passierbar sei.

Für die Besucher der Steilstrecke wurden auf der rechten Seite Sitzplätze erbaut. Aus Sicherheitsgründen wurde für diese Veranstaltung im Vorfeld endlich auch die linke Fahrbahnseite der Steilstrecke mit Betonplatten ausgebaut.

Als Preis wurde die "Große goldene ADAC-Medaille" für strafpunktfreie Fahrer vergeben. 78 Nennungen lagen vor. Am Samstag vor der Langstreckenfahrt wurden 68 Fahrzeuge technisch abgenommen. Auch der Dixi war durch die technische Abnahme gekommen, nachdem er bei den Trainingsfahrten am Samstag die Steilstrecke im Rückwärtsgang bezwungen hatte. Am Sonntag warteten die Zuschauer leider vergeblich auf den Wagen. Er fehlte in der Startaufstellung. Überschattet wurde das Training von dem tödlichen Unfall von Wilhelm Heine (BMW, Startnummer 70) auf der Steilstrecke. Die Langstreckenfahrt war für Wilhelm Heine nach einer langjährigen Pause im Motorsport die erste Veranstaltung. In der ersten Trainingsrunde schaffte Wilhelm Heine mit seinem BMW die Steilstrecke nicht, rollte rückwärts und überschlug sich. Wilhelm Heine blieb unverletzt, aber die Frontscheibe wurde komplett zerstört und das Lenkrad war gebrochen. Trotz aller Warnungen ging Wilhelm Heine nach diesem Unfall erneut auf die Strecke. Der BMW konnte die Steilstrecke erneut nicht bewältigen, rollte rückwärts und überschlug sich mehrmals. Wilhelm Heine kroch unter dem Wrack hervor und richtete den BMW selbst auf. Unmittelbar darauf kippte er um und verstarb an der Unfallstelle. Ein weiterer Unfall auf der Steilstrecke verlief glimpflich. Ein Imperia aus der ersten Wertungsgruppe bewältigte die Steilstrecke nicht und rollte in hohem Tempo die Steilstrecke hinter unter. Der Fahrer versuchte den Wagen nicht rückartig abzubremsen und landete in der Böschung am Fuße der Steilstrecke. Der Wagen wurde so stark beschädigt, dass er nicht mehr an der Langstreckenfahrt teilnehmen konnte.

Willy Walb (Mercedes-Benz) verunglückte ebenfalls im Training bei einem Überholmanöver. Trotz vorausgegangenem Signal, um das Überholmanöver anzukündigen, zog der Wettbewerber Georg Hentschel (Ford) plötzlich nach links. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, lenkte Willy Walb seinen Wagen in den Graben. Der Wagen überschlug sich zweimal. Willy Walb kam mit Quetschungen und Hautabschürfungen davon, sein Beifahrer erlitt Rippen und Nierenquetschungen. Als Verursacher des Unfalls wurde Georg Hentschel disqualifiziert und nicht zum Start zugelassen.

Am Sonntag stellten sich 60 Fahrer und Fahrzeuge der Härteprüfung auf dem Gesamtring mit der Steilstrecke. Die Fahrerliste ließ Vergleiche zu einem bedeutsamen Rennen zu. Unter anderem starteten Rudolf Caracciola, Christian Werner, Otto Merz, Josef Müller, Buthenuth und Paul von Guilleaume. 

Die Langstreckenfahrt startete um 10:00 Uhr bei sonnigem Eifelwetter. Ein paar tausend Zuschauer hatten sich bei Start und Ziel eingefunden. Ansonsten blieb der Gesamtring leer. Mit einer Ausnahme: die Steilstrecke. An der Steilstrecke standen die Zuschauer rechts und links der Rennstrecke bzw. saßen auf den extra aufgebauten Bänken. Die Bezwingung der Steilstrecke wollten viele Zuschauer live erleben. Und dies trotz des hohen Eintrittgeldes für den Streckenabschnitt Steilstrecke. Die Nürburgring GmbH hatte für diesen Streckenabschnitt ein erhöhtes Eintrittsgeld (10 Mark) verlangt. Und was an der Steilstrecke geboten wurde, war auch das Eintrittsgeld wert.

Wie notwendig der Ausbau der Steilstrecke auf die doppelte Fahrbahnbreite für diese Veranstaltung war, wurde im Verlaufe der Veranstaltung deutlich. Teilweise waren 10 Wagen gleichzeitig auf der Steilstrecke und dies mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Durch den Ausbau der Steilstrecke war dort ein Überholen erst möglich geworden. Schon in der ersten Runde schied ein Opel und ein DKW aus, weil sie die Steilstrecke nicht meisterten. Obwohl die Fahrer das Gaspedal mit Gewichten beschwerten und die Wagen schoben. Mehr Glück hatte Willi Kriegsmann mit seinem BMW (Startnummer 69) aus der ersten Wertungsgruppe (bis 1155 ccm Hubraum). Auch er klemmte das Gaspedal fest, stieg aus und schob den Wagen über die Steilstrecke. Aus den Unfällen im Training am Samstag hatte der Veranstalter gelernt. Um ein Abrutschen der Wagen zu verhindern, waren zwei Streckenposten mit Bremsklötzen ausgerüstet, die im Notfall hinter die Wagen geschoben wurden. In der Wertungsgruppe I hervorzuheben waren die Hanomags. Obwohl mit 2 Personen besetzt, schafften sie die Steilstrecke. Das Erfolgsrezept war eine extra für die Langstreckenfahrt gewählte niedrige Übersetzung. Bei den Werksteams erhielt das Adler-Team Strafpunkte, da Dr. Heinz Risse (Startnummer 37) mit seinem Wagen stürzte. Dr. Heinz Risse blieb unverletzt. 

Die Steilstrecke sorgte für die meisten Ausfälle. Wilhelm Scheling (Startnummer 44) stellte seinen Lancia mit Kerzendefekt am Fuße der Steilstrecke ab. Jack Simons (Startnummer 56) schied mit Getriebeschaden auf der Steilstrecke aus. Und Arthur Otto (Opel) wie auch Hans Guggenheim (DKW) bewältigten die Steilstrecke nicht und gaben auf. 

Nach 4 Runden hatten 2 Fahrzeuge Strafpunkte eingefahren, nach 8 Runden stieg die Zahl auf 7 und nach 16 Runden waren 8 Fahrzeuge mit Strafpunkten belegt . 9 Wagen schieden aus. 

 

Internationale ADAC 144-Stundenfahrt für Krafträder

7. bis 12. April 1930

Die Veranstaltung wurde auf der Nord- und Südschleife durchgeführt. Eine Besonderheit war, dass alle Motorräder mit mehr als 300ccm jeden Tag zwischen 12.00 und 14:00 Uhr die Streckenvariante über die Steilstrecke fahren mussten.

mehr Informationen -> PS Nürburgring - Südschleife 1925 - 1934

 

Internationale Rallye Wiesbaden

Oktober 1955

Als letzter Lauf für die Deutsche Meisterschaft in der GT-Klasse und für die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft führte eine Etappe  über die Steilstrecke. Auf dem Nürburgring wurde eine Geschwindigkeitsprüfung über 1,6 km unter Einbeziehung der Steilstrecke gefahren.

 

Fahrerlehrgang Scuderia Hanseat

Mai 1965  

Die besondere Streckenvariante

Die Scuderia Hanseat veranstaltete wieder ihren beliebten Fahrerlehrgang. Als Instruktor stand Hans Stuck am Karussell. Die Teilnehmer durften 1,5 Stunden lang zwischen Karussell und Steilstrecke die Wagen „fliegen lassen“. Nachdem die Teilnehmer das Karussell gemeistert hatten, bogen sie im Streckenabschnitt Hohe Acht scharf links auf die Steilstrecke ab und am Fuße ging es wieder links hoch zum Karussell.  

 

Fahrerlehrgang Scuderia Hanseat

„Meisterschule für Autofahrer“

28. September bis 1. Oktober 1966

 

Bei dem Fahrerlehrgang der Scuderia Hanseat war Hans Stuck wieder der bewährte Instruktor im Streckenabschnitt Karussell. Nachdem die Lehrgangsteilnehmer das Karussell gemeistert hatten, bogen sie an der Hohen Acht scharf links ab auf die Steilstrecke. In der Klostertalkurve ging es wieder links hoch zum Karussell. Davor stand jedoch noch die Bremsprüfung. Denn 1966 stand noch eine größere Birke auf der Rennstrecke bei der Abzweigung zur Steilstrecke.

Bericht und Bilder -> PS Nürburgring - Nordschleife 1965 - 1974

 

4. Hessen-Rheinland-Nürburgring-Fahrt für Motorräder

19. Juli 1969

Es  wurden u.a. zwei Bergprüfungen gefahren. Start war im Streckenabschnitt Bergwerk und das Ziel der Streckenabschnitt Hohe Acht. Einmal wurde wie üblich das Karussell , das andere Mal die Steilstrecke befahren.

  Bericht und Bilder -> PS Nürburgring - Südschleife 1965 - 1974

 

24h-Rad am Ring

22. - 24. August 2003

Für die Moutain-Biker gab es ein Bergzeitfahren auf der Steilstrecke. Die Wige Media AG übernahm die Zeitmessung für die 400 m lange Bergetappe. Nur wenige Moutain-Biker bezwangen die Steilstrecke ohne abzusteigen.

 

In der Geschichte des Nürburgrings gab es neben dem Unfall von Wilhelm Heine bei der ADAC Langstreckenfahrt 1929 durch Touristenfahrer zwei weitere tödliche Unfälle auf der Steilstrecke. Denn noch in den 1960er Jahren konnten die Ringtouristen auf ihrer Runde über den Ring neben der Südschleife auch die Streckenvariante Steilstrecke oder Karussell wählen. Die Streckenvariante wurde in der Fahrordnung für den Nürburgring eigentlich extra untersagt. Der § 8 der Fahrordnung lautete: „Nicht gestattet ist – außer bei genehmigten Versuchs- und Trainingsfahrten oder Rennen – das Befahren der Steilstrecke (27 %).“

 

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