38. Int. ADAC Eifelrennen

25. - 27. April 1975

Bilder: Wolfgang Wernig; Bericht: Burkhard Köhr

Nürburgring-Nordschleife
Streckenlänge: 22,835 Kilometer

Beim 38. Internationalen ADAC-Eifelrennen starteten erstmals nur Rennwagen. Die Zeiten der kombinierten Veranstaltungen von Rennwagen und Motorräder war vorbei. Neben dem Lauf zur Deutschen Rennsportmeisterschaft gab es zwei Läufe zur Formel-2-Europameisterschaft, einen Lauf um den Renault-5-Pokal und ein Rennen der Formel Super V. 

Startphase der Formel-2-Rennwagen.
Nach dem Start biegen die Boliden in die Südkehre ein. In der rechten Bildseite ist jeweils die neue Zufahrt zur Südschleife zu sehen. Die Zufahrt in die Südschleife wurde weiter nach vorne verlegt.

 

Im ersten Lauf löste sich am Jägermeister-March von Hans-Joachim Stuck ein Zündkabel. Der notwendige Boxenstopp warf ihn weiter zurück.

 

Hans-Joachim Stuck hatte im ersten Lauf einen schlechten Start und war in der Südkehre nur im Mittelfeld zu finden.

 

Die Formel-2-Fahrer auf der Start- und Zielgerade nach der ersten Runde.

 

Die Meute der Renault-5-Fahrer in der Südkehre.

 

Deutsche Rennsport-Meisterschaft

52 Rennwagen der Division I und II standen bei herrlichem Eifelwetter am Start. In der Division II gab es einen unerwarteten Premiere-Sieg des neuen Zakspeed Escort mit Klaus Ludwig am Steuer. Harald Grohs siegte in der Division I. Im Kampf um Platz 2 wechselten sich Schickentanz und Stenzel ab. Am Ende setzte sich Clemens Schickentanz durch. 

Division I
8 Runden = 182,680 Kilometer
Platz Startnr. Fahrer Marke

Zeit

Ø km/h

Runden

1   Harald Grohs BMW Alpina 3,5 1:07:42,2    
2   Clemens Schickentanz Porsche RSR 1:08:24,2    
3   R. Stenzel Porsche Carrera 1:08:24,5    
4   U. Zondler Schnitzer BMW 1:08:41,0    
5   A. Krebs Schnitzer BMW 1:08:53,1     
6   H. Kelleners Porsche RSK 1:08:54,0    
Schnellste Runde: H. Grohs, BMW Alpina 3,5, 8:22,9 Minuten = 163,5 km/h

 

Division II
8 Runden = 182,680 Kilometer
Platz Startnr. Fahrer Marke

Zeit

Ø km/h

Runden

1 42  Klaus Ludwig Zakspeed Escort  1:10:45,5    
2   M. Mohr Zakspeed Escort 1:10:59,7    
3   J. Denzel BMW 2002 1:13:46,0    
4   Edgar Dören Porsche 914/6 1:15:29,5    
5   P. Kuhlmann BMW 2002 Alpina 1:16:10,1     
6   W. Prüser BMW 2002 1:17:13,8    
Schnellste Runde: Hans Heyer, Zakspeed Escort, 8:37,6 Minuten = 158,8 km/h

 

Formel-2-Europameisterschaft

Im Freitagtraining musste March für die neuen Schutznetze über den Lufthutzen reichlich Lehrgeld bezahlen. Die neuen Schutznetze hielten dem Ansaugdruck nicht stand und fielen in die Lufteinlässe und sorgten für drei Totalschäden.

Überragender Mann am Ring war Jacques Laffite. Im ersten Lauf löste sich bei seinem stärksten Widersacher Hans-Joachim Stuck am Jägermeister-March ein Zündkabel. Der notwendige Boxenstopp mit 5 Minuten Reparaturzeit warf ihn weit zurück. Im zweiten Lauf ließ Jacques Laffite nichts mehr anbrennen. Den davon stürmenden Hans-Joachim Stuck ließ er ziehen. Mit dem beruhigenden 5-Minuten-Vorsprung aus dem 1. Lauf war dies für ihn kein Problem. In der Addition der beiden Läufe siegte Jacques Laffite mit über 1 Minute Vorsprung.

Formel 2
Gesamtwertung
Platz Startnr. Fahrer Marke

Zeit

Ø km/h

Runden

1 6 Jacques Laffite Martini MK 16 1:46:24,2 180,3  
2 3 Patrick Tambay March 752 1:47:39,0    
3 10 Harald Ertl Chevron B 27 BMW 1:47:54,0    
4 4 Jean-Pierre Jabouille elf 2 BMW Schnitzer 1:51:06,2    
5 12 Sandro Cinotti March 752 BMW 1:51:07,6     
6 17 Giorgio Francia Osella FA 2 BMW 1:51:09,0    
7 27 Markus Hotz March 752 BMW 1:51:24,4
8 1 Hans-Joachim Stuck March 752 BMW 1:52:27,4
9 20 Giancarlo Martini March 752 BMW 1:52:36,7
10 25 Brian Henton  March 752 Ford 1:53:50,4
11 35 Willi Deutsch March 752 BMW 1:55:35,7
12 11 Hector Rebaque Chevron B29 BMW
13 36 Dieter Braun March 752 BMW
14 19 Lamberto Leoni March 752 BMW
15 22 Cosimo Turizio March 742 BMW
16 28 Jörg Siegrist March 742 BMW

 Schnellste Runde: Hans-Joachim Stuck, 7:24,5 Minuten (neuer Rundenrekord)

 

Formel 2
Rennen 1, 7 Runden = 159,845 Kilometer
Platz Startnr. Fahrer Marke

Zeit

Ø km/h

Runden

1 6 Jacques Laffite Martini MK 16      7
2 2 Michel Leclère March 742 BMW      7
3 3 Patrick Tambay March 752      7
4 10 Harald Ertl Chevron B 27 BMW      7
5 25 Brian Henton  March 752 Ford       7
6 15 Gabriele Serblin Osella FA 2 BMW      7
7 12 Sandro Cinotti March 752 BMW   7
8 17 Giorgio Francia Osella FA 2 BMW   7
9 4 Jean-Pierre Jabouille elf 2 BMW Schnitzer   7
10 27 Markus Hotz March 752 BMW   7

 

Formel 2
Rennen 2, 7 Runden = 159,845 Kilometer
Platz Startnr. Fahrer Marke

Zeit

Ø km/h

Runden

1 1 Hans-Joachim Stuck March 752 BMW   7
2 6 Jacques Laffite Martini MK 16      7
3 3 Patrick Tambay March 752      7
4 10 Harald Ertl Chevron B 27 BMW      7
5 4 Jean-Pierre Jabouille elf 2 BMW Schnitzer      7
6 12 Sandro Cinotti March 752 BMW       7
7 17 Giorgio Francia Osella FA 2 BMW      7
8 27 Markus Hotz March 752 BMW   7
9 11 Hector Rebaque Chevron B29 BMW   7
10 20 Giancarlo Martini March 752 BMW   7

 

Renault-5-Pokal

Ca. 60 Fahrer starteten im Renault-5-Pokal. Die nationale Klasse mit den 64-PS-starken R5 LS waren in zwei Gruppen aufgeteilt. In der internationalen Klasse (83 PS) starteten 21 Fahrer.

Im ersten Rennen der internationalen R5-Fahrer siegte Rainer Braun. Das zweite Rennen beendete Rainer Braun auf Rang vier. In der Addition der beiden Läufe kam er auf den ersten Platz und sicherte sich die Siegprämie in Höhe von 300,- DM. 

In der Gruppe A der nationalen Klasse kämpfte eine Vierer-Gruppe um den Sieg. Diesen Kampf konnte W. Krankemann knapp für sich entscheiden.

Die Gruppe B gewann Jürgen Reinke knapp vor Karl Maurer und K. Fix.  

R-5-Pokal
National Gruppe A
Platz Startnr. Fahrer

Zeit

Ø km/h

Runden

1   W. Krankemann 47:03,7  
2   J. Zehra 47:04,0  
3   E. Pohl 47:04,3  

 

R-5-Pokal
National Gruppe B
Platz Startnr. Fahrer

Zeit

Ø km/h

Runden

1   Jürgen Reinke 46:38,3     
2   Karl Maurer 46:38,7  
3   K. Fix 46:38,9    

 

Formel Super V

Die Organisatoren der Formel Super V hatten den Austronauten Charles Conrad zum Ring eingeladen. Entgegen den Presseveröffentlichungen trat der Hobby-Rennfahrer nicht mit einem Formel-Super-V-Boliden an. Dafür betätigte sich Charles Conrad als Flaggenschwenker beim Zieleinlauf. Bei einem Presse-Termin stieg Charles Conrad in den Rennwagen von Herbert Elsner. Unterhalb des Cockpits wurde der Namenszug von Charles Conrad mit der US-Flagge aufgeklebt. Auf der Lufthutze blieb der Name von Herbert Elsner stehen. Auch in der Boxengasse war Charles Conrad mit dem Wagen (Startnummer 75) zu sehen.

Die Formel Super V wurde in der Anfangsphase souverän von Keke Rosberg dominiert. Allerdings warf ihn ein Motorschaden aus dem Rennen. Helmut Bross erbte die Führung, konnte sich aber nicht lange über die Führung freuen. Kenneth Persson überholte Helmut Bross, der ohne Spoiler fuhr. Zu einem sicheren Vorsprung für Kenneth Persson reichte es aber nicht, so dass bis ins Ziel die beiden Führenden dicht beieinander lagen. 

Formel Super V
Platz Startnr. Fahrer Marke

Zeit

Ø km/h

Runden

1  2 Kenneth Persson Bosch-Kaimann 42:13,7    
2  17 Helmut Bross Lola T 370 42:13,8    
3   E. Elgh Lola 42:52,9    

 

Weitere Informationen und Bilder zum Eifelrennen gibt es in dem Buch
ADAC Eifelrennen

Link zum Buch


Für die Bilder zum Eifelrennen 1975 bedanken wir uns bei:
- Wolfgang Wernig
- Thomas Wernig

Veröffentlichung: 21. Januar 2012
Letzte Aktualisierung: 8. Februar 2012
Copyright: Burkhard Köhr

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